Illustration
Logo Nationalpark
www.nationalpark-kids.de
Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf facebook
Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf twitter
Nationalpark-Zentrum Königsstuhl auf myspace
Folge uns auf:
StartseiteNationalpark > 20 Jahre Nationalpark

Kontakt

Claudia Reese

Unsere Ansprechpartnerin freut sich auf Ihre Anfrage.
Tel.: 038392 / 66 17 24
Fax: 038392 / 66 17 40
Email Schreiben nlp(at)koenigsstuhl.com

Unsere aktuellen Veranstaltungen anlässlich des Jubiläumsjahres finden Sie Interner Link hier.

20 Jahre Nationalpark Jasmund

Der damalige Amtsleiter mit Umweltministerin Angela Merkel, 1995
Nationalparkwacht 1991 bis 1993

Im Jubiläumsjahr erinnern zahlreiche Veranstaltungen an die Gründung des kleinsten deutschen Nationalparks am 01.10.1990. Spezielle Kurzführungen und Wanderungen zum Thema, der 4. Nationalparktag sowie die Sonderausstellung „Nationalpark damals und heute“ widmen sich der Nationalparkidee.

Urnatur

Nationalparks sind Symbole für intakte Natur. Hier kann sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln, ohne dass der Mensch eingreift. Alle diejenigen, die Eigenart und Schönheit der Natur respektieren und unmittelbar erleben möchten, sind in Nationalpark herzlich willkommen. Denn hier gilt der Grundsatz: Natur Natur sein lassen.

Der Nationalpark ist ein sehr seltener Rest von fast menschenunberührter Landschaft. Weltweit gibt es die Idee diese Relikte der Natur zu bewahren. Deutschland hat sich verpflichtet die Kreideküste zu schützen. Die Küste und der Buchenwald sollen vom Menschen unberührt bleiben und sich frei entwickeln.

Nationalparks sind großräumige Schutzgebiete von nationaler und internationaler Bedeutung. Der Leitgedanke für diese Schutzgebiete lautet „Natur Natur sein lassen". Jegliche wirtschaftliche Nutzung ist ausgenommen. Die Gebiete bieten die Möglichkeit für wissenschaftliche Beobachtungen, naturkundliche Bildung und Naturerlebnisse.

Jasmund

Der Schutzzweck des am 01.10.1990 gegründeten Nationalparks Jasmund ist es, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit der in Europa einzigartigen Kreidelandschaft zu bewahren. Unverzichtbar für die biologische Artenvielfalt stellt der Nationalpark einen wichtigen Rückzugsraum für bedrohte heimische Arten dar.

Der Nationalpark Jasmund, der kleinste von insgesamt 14 Nationalparks in Deutschland, liegt auf der gleichnamigen Halbinsel im nordöstlichen Teil der Insel Rügen. Seine Gesamtfläche von 3003 ha gliedert sich in Wald (2123 ha), Ostsee (673 ha), Grünland (100 ha), aufgelassene Kreidebrüche (48,5 ha), Steilhänge an der Küste (23 ha) und sonstige Flächen (35,5 ha), wie z.B. Seen, Moore, Siedlungsfläche und Straßen.

Die Ostseeküste zählt zu den letzten Naturlandschaften Mitteleuropas. Was von den Steilküsten durch das Meer abgetragen wird, lagert sich an den flachen Stränden wieder an. Im Schutz größerer Findlinge, wie z.B. an der Nordküste von Jasmund, können sich Salzwiesenfluren entwickeln, wie man sie sonst vor allem an der Nordsee vorfindet. Die Kreidesteilhänge bilden einen der wenigen Brutplätze von Mauersegler und Hausrotschwanz außerhalb von menschlichen Siedlungen.

Auch die aufgelassenen Kreidegruben stellen wertvolle Lebensräume dar. Die sechs im NLP Jasmund befindlichen Kreidebrüche bieten einen speziellen Lebensraum, in dem einige vom Aussterben bedrohte Arten vorkommen wie der Große Händelwurz (Orchidee). Im Nationalpark wurden rund 22 verschiedene Orchideearten entdeckt.

Etwa die Hälfte der über 100 Moore kann als natürlich bzw. naturnah bezeichnet werden. Bemerkenswerte Tier- und Pflanzenarten finden hier ihren Lebensraum, z.B. der Nördliche Perlmuttfalter, Rundblättriger Sonnentau, Moos- und Krähenbeere, Pfeifen- und Wollgras sowie Lurche  und Kriechtiere.