Wir machen Unsichtbares sichtbar.

Die Kinder sind noch klein, die Urlaubskasse ist oft leer – trotzdem ist gesunde Ernährung wichtig. Junge Familien suchen Entspannung und Erholung, aber natürlich sollen die Kinder auch in den Ferien gefördert werden.

Reisebericht „Familienglück“

Peter, Katrin und ihre 8-jährige Tochter Mieke sind schon ein paar Tage auf der Sonneninsel Rügen. Nicht alles läuft wie geplant und deshalb übernimmt Katrin an Tag X die Ausflugsorganisation.

Familienglück
Wenn die Familie beisammen ist, ist die Seele auf ihrem Platz.

Audio-Reisebericht von Familie Rosenwald

Starten Sie den Audioplayer und lassen Sie sich einstimmen.

Ich finde, wir sind eine ganz normale Familie. Wenn ich plane, an den Strand zu gehen, entscheidet sich Katrin für einen Tag im Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL. Wohin das führt? Das erzähle ich Euch gleich.

Peter Rosenwald 

TEXT-VERSION

Familienglück

Es ist früh am Morgen für einen Urlaubstag, gerade mal 7:38 Uhr. Aber die Sonne scheint in unser Schlafzimmer und das heißt, die Nacht ist vorbei – egal wie tief ich mein Gesicht ins Kissen wühle. Das Schlafzimmer mit Sonnenaufgang war Katrins Idee. Aber so haben wir natürlich mehr vom Tag, was im Urlaub ja auch nicht verkehrt ist. Unsere 8-jährige Tochter Mieke ist bereits wach und läuft unruhig im Zimmer auf und ab. Ich stelle mich schlafend, aber da ist es schon: das gefürchtete, bohrende: „Papaaa… schläfst du noch?“ Ich simuliere ein Gähnen, dann richte ich mich auf und blicke in die roten Gesichter von  Katrin und Mieke. ‚Oh je’, denke ich, ‚wir waren gestern eindeutig zu lange am Strand.’
"Muss ich heute wieder Kleckerburgen mit dir bauen?", höre ich meine Tochter fragen. Ich will grad meine Kleckerburgen verteidigen, da fällt mir Katrin ins Wort. „Nein Mieke,“, sagt sie, „heute gehen wir ins Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL. Wir wollen doch auch mal ´was erleben! Wir fahren mit dem Bus hoch bis zum Kreidefelsen und machen dann nur Dinge, auf die wir Lust haben. Wir können ins Kino gehen, die Ausstellung besuchen, Feuersteine sammeln und werden uns den lieben langen Tag verwöhnen lassen! Wenn es sein muss, kann dein Vater ja am Feuersteinstrand Burgen bauen.“
Ich wusste es! Seitdem Katrin das charmante Gesicht von Dirk Steffens auf dem Werbeplakat gesehen hat, redet sie von kaum noch was anderem. Logisch, dass sie jetzt unbedingt den neuen Film im Nationalpark-Zentrum sehen will.
Keine zwei Stunden später stehen wir auf der Aussichtsplattform des Zentrums. Was für ein Blick! Ich will gerade anfangen zu schwärmen, da merke ich, dass Katrin gar nicht neben mir steht. „Wo ist denn deine Mutter?“, frage ich Mieke. „Mama wollte nur schnell ins Kino; wir sollen hier auf sie warten.“ Ich drehe mich wieder in Richtung Ostsee und will meine Begeisterung dann wenigstens mit meiner Tochter teilen: „Guck mal Mieke! Die Kreidefelsen mit ihren Spitzen und Zinnen sehen aus wie eine gigantische Kleckerburg. Findest Du nicht?“ „Papaaa… darf ich ein Eis?“
Just in dem Moment kommt Katrin über das alte Königsgrab gestiegen. „Der Film ist echt super, den müssen wir uns nachher unbedingt noch mal zusammen angucken!“, sprudelt es aus ihr raus. „Er handelt von den Alten Buchenwäldern hier auf Jasmund. Wusstest Du, dass die UNESCO die zum Welterbe erklärt hat, weil sie sowas wie die Ur-Natur von Europa sind? Und dass sie fast den ganzen Europäischen Kontinent erobert haben? Jedenfalls bevor die Menschen sie an den Rand des Aussterbens gebracht haben.“ Plötzlich stockt sie: „Wow, was ist denn das für ein toller Ausblick!“ Ich grinse glücklich und nicke.
Neben uns versammelt sich eine Gruppe junger Leute. Sie beugen sich über die Hand einer Rangerin, in der diese eine versteinerte Auster hält. Nach und nach holt die sympathische Frau ein Fossil nach dem anderen aus der Tasche und lässt die Stücke rumgehen. Neugierig geworden schließen wir uns der Gruppe an. Die Führung ist kurz und erfrischend. Und welch Glück: Mieke hat darüber sogar ihren Eishunger vergessen.
Vor einem riesigen Tor, das aussieht wie ein viel zu großer Feuerstein, entlässt uns die Rangerin schließlich. Katrin wirft mir einen kurzen Blick zu und nickt in Richtung Tor. Wir treten hindurch und stellen fest, dass es sich dabei um den Eingang zur Ausstellung handelt. Jeder bekommt ein kleines Empfangsgerät und einen Kopfhörer an den Gürtel gesteckt. Dann fahren wir in einem großen geräumigen Fahrstuhl wie die Kumpels in die Tiefe. Die Tür öffnet sich, und wir betreten eine schillernde Welt voller urzeitlicher Tintenfische, Wassersaurier und Kreidetiere. Ich blicke in staunende Gesichter, höre Kinder lachen, sehe Großeltern schmunzeln. Ein junger Mann legt seine Hände auf einen raumhohen Eisblock, Mütter folgen verträumt der Musik ihrer Empfangsgeräte. Auch ich lasse mich zwei Stunden lang von der Zeitreise verzaubern. Sie beginnt in der Kreidezeit und bringt mich nach vielen interessanten Begegnungen wieder zurück in die Gegenwart. Wo ich plötzlich großen Durst verspüre.
Im Kaffeegarten des Bistros treffe ich auch Katrin und Mieke wieder, die es sich gerade unter einem Sonnenschirm gemütlich machen. Miekes Augen strahlen und begeistert erzählt sie mir von ihren Erlebnissen in der Ausstellung. Ich hole uns Eis, Kakao, Kaffee und Apfelkuchen und blicke glücklich auf meine beiden Lieben. Noch lange sitzen wir in der warmen Spätnachmittagssonne und werten das Gesehene aus. Und zum Abschluss präsentiert uns Katrin ihren Film, der ja auch wirklich toll gemacht ist, ich geb’s zu.
Abends im Hotel ruft mich Mieke noch mal an ihr Bett. Sie gibt mir einen Gute-Nacht-Kuss und flüstert mir ins Ohr: „Papi, das war heute ein richtig schöner Tag mit Euch!“ „Das finde ich auch, mein Engel. Und jetzt schlaf schön!“

Besucher-Zentrum

Öffnungszeiten

Ostern bis 31.10. | 9 - 19 Uhr
1.11. bis Ostern | 10 - 17 Uhr

Eintritt

Kinder 6-14 J. | 4,00 €
Erwachsene | 8,50 €
Familien 2 Erw. + Kinder | 17,00 €

Info und Reservierung

Nationalpark-Zentrum Königsstuhl
Sassnitz auf Rügen
  +49 38392 6617 66
  info@koenigsstuhl.com


Fan werden

Newsletter

Bleiben Sie auf dem Laufenden.
Tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein:

Wir sind Teil einer weltweiten Idee.