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Fotovoltaik

Solarzellen
Solarzellen

Die Stromversorgung des Hauses erfolgt über eine Fotovoltaikanlage (Firma Sunstrom). Dabei wird mittels des Sonnenlichts direkt elektrischer Strom erzeugt (Sonnenstrom oder Solarstrom). Die Umwandlung des Sonnenlichts erfolgt in 12.000 Solarzellen, die aus dem Halbleitermaterial Silizium (Quarzsand) bestehen. Dabei werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger freigesetzt (Photoeffekt) und so Gleichstrom erzeugt, der direkt Motoren antreiben oder Akkus aufladen kann. Bei Nutzung  der Sonnenenergie zum Betrieb von Verbrauchern mit 230 Volt Wechselspannung oder Einspeisung ins öffentliche Netz wird ein Wechselrichter zwischengeschaltet.

 

Vorteile

Vorteile der Fotovoltaik sind die saubere, „ökologische” Stromerzeugung und die Möglichkeit, Verbraucher unabhängig vom Stromnetz zu betreiben. Als wesent-
licher Nachteil werden die - im Vergleich zur Solarthermie - relativ hohen Kosten bewertet. Mit Fotovoltaikanlagen kann in Deutschland ein spezifischer Energie-
ertrag von ca. 700-1000 kWh (Kilowattstunden) pro kWp Nennleistung geerntet werden. Der tatsächliche Ertrag hängt vom Standort, der Dachneigung, der Südausrichtung, den verwendeten Komponenten (Solarmodule, Wechselrichter etc.), ebenso wie von der professionellen Planung und Installation ab.

 

Leistung

Im Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL sind auf einem Aludachgestell auf 40 Quadratmetern 168 Module befestigt, die je 110 Watt erzeugen. Da das Zentrum an einem der sonnenreichsten Flecken Deutschlands steht, kann die Anlage bei knalliger Sonne bis zu 18,48 KW erzeugen. Damit können jährlich fast 10 Tonnen des Erd erwärmenden Gases Kohlendioxid gespart werden. Bei Einspeisung ins öffentliche Stromnetz zahlt der lokale Energieversorger 20 Jahre lang eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung von 45 Cent für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde (kWh). Die Anlage ist seit Dezember 2002 in Betrieb und hat bisher rund 42.000 kWh Strom erzeugt. Durch die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz konnten Stromkosten von ca. 6000 Euro pro Jahr eingespart werden. Gefördert wurden die Baukosten der Anlage in Höhe von 121.000 Euro durch den Klimafond des Landes Mecklenburg-Vorpommern.