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Tier- und Pflanzenwelt

"blanke" Kreide wird besiedelt

Die Mannigfaltigkeit der Lebensräume des Nationalparks schaffen günstige Existenzbedingungen für eine große Zahl von Arten.

Die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks Jasmund wird durch folgende äußere Rahmenbedingungen geprägt:

  • Insellage, dies betrifft sowohl die topographischen als auch die ökologischen Verhältnisse (exponierte Halbinsel auf einer Insel, inselartiges Vorkommen von Kreide, inselartige große Waldfläche zwischen  Kulturlandschaft und Meer, inselartiges Gebietsklima),
  • anstehende Kreide, als geologische Besonderheit im norddeutschen Tiefland mit Auswirkungen auf die Umweltverhältnisse und auf die Vegetationsstruktur,
  • kühlfeuchtes („boreomontanes”) Gebietsklima innerhalb des insgesamt milderen Küstenklimas,
  • extremer Kontrast von geschlossener Waldlandschaft, natürlich offenen Küstensteilhängen, Strand und Meer; damit verbunden breites Spektrum unterschiedlicher Lebensräume einschließlich extremer Lebensräume.

Diese biogeographischen Eigenheiten haben für das Vorkommen, die Verteilung und die Dichte der Tier- und Pflanzenarten unterschiedliche Konsequenzen.

Die Mannigfaltigkeit der z.T. extrem unterschiedlichen Lebensräume und das maritim getönte Klima (geringe Temperaturschwankungen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchte) schaffen im Vergleich zu festländischen Lebensräumen günstige Existenzbedingungen für eine große Zahl von Arten, unter denen aufgrund der besonderen geologischen Situation einige Vertreter sind, die innerhalb von Mecklenburg-Vorpommern auf Jasmund die einzigen oder wichtigsten Lebensstätten haben.

Ein gemeinnütziges Projekt des WWF, der Stadt Sassnitz und des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Unterstützt und gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz