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Claudia Reese

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Tel.: 038392 / 66 17 24

Fax: 038392 / 66 17 40
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Aktuelle Gefährdung beim Betreten des Nationalparks Jasmund

Die Aufgabe des Nationalparks besteht in der Zulassung natürlicher Prozesse. Küstenveränderungen, Windbrüche usw. werden daher weder als Störfälle noch als Umweltschäden betrachtet! Im besonderen Maße gilt dies für die 12 km lange Kreideküste, an der grundsätzlich alle natürlichen Veränderungen zugelassen werden, sofern nicht Menschenleben direkt gefährdet sind.

Wer den Nationalpark betritt, setzt sich immer auch Gefahren aus. Darum beachten Sie bitte immer folgende Verhaltensregeln.

Waldbrandgefahr

Grün keine Gefährdung, Beachtung der Ge- und Verbote im Nationalpark
Gelb Gefährdung, Beachtung der Ge- und Verbote im Nationalpark, Hinweis an unwissende Nationalparkbesucher, „brenzlige“ Situationen oder Gefahrenstellen melden
Rot extreme Gefährdung, Beachtung der Ge- und Verbote im Nationalpark, Aufforderung an unwissende Nationalparkbesucher, „brenzlige“ Situationen oder Gefahrenstellen melden
Waldbrandgefahr, Bodenfeuer im Nationalpark
brennender Waldboden

Waldbrände können in jeder Jahreszeit mit geringen Niederschlägen, starker Sonneneinstrahlung und trockenen Winden entstehen. Oft genügen schon Glasscherben, Reste von Lagerfeuern oder Zigarettenstummel, die achtlos in den Wald geworfen werden. Auch heiße Auspuffanlagen von Kraftfahrzeugen, die im Nationalpark abgestellt werden, stellen ein hohes Risiko dar.

Zeckengefahr

Grün generelle Vorsicht, nach dem Nationalparkbesuch die Sachen wechseln und Körper nach Zecken absuchen
Gelb erhöhte Vorsicht, feste Schuhe und lange Hosen tragen, nach dem Nationalparkbesuch die Sachen wechseln und Körper nach Zecken absuchen
Rot extreme Vorsicht, Zecken sind sehr aktiv, feste Schuhe und lange Hosen tragen, Mittel zur Zeckenabwehr auf Hosen sprühen, nach dem Nationalparkbesuch die Sachen wechseln und Körper nach Zecken absuchen
Zecke, Holzbock
Zecke

Zecken oder Holzböcke können durch ihren Biss unheilbare Krankheiten übertragen. Vorrangig sitzen die Zecken abseits der Wege in Büschen oder in hohem Gras. Bitte bleiben Sie auf den breiten vegetationsfreien Wegen. Nur So können Sie sich wirkungsvoll vor den Zecke schützen.


Steilküstenabbrüche

Grün generelle Vorsicht, mit Augenmerk auf aktive und hohe Kliffbereiche, eher seeseitig am Strand wandern
Gelb erhöhte Vorsicht, Material rieselt und größere Brocken können herunter fallen, sich nicht am Kliff aufhalten, zügig an der Wasserkante wandern
Rot extreme Vorsicht, ganze Bereiche können abrutschen, es besteht Lebensgefahr, Empfehlung: Strand meiden und die Wanderung verschieben
Abbruch an der Kreideküste
Abbruch an der Kreideküste

An den aktiven Steilküsten des Nationalparks kann es zu jeder Tages- und Jahreszeit zu Abbrüchen oder Abrutschen kommen. Eine besonders starke Gefährdung stellt das Frühjahr mit Tauwetter oder extrem starken Niederschlägen dar. Nach diesen Kreideabrutschen ist der Strandbereich oft nicht mehr begehbar.

Sturmgefahr

Grün generelle Vorsicht, mit Augenmerk auf trockene Äste und schief stehende oder hängende Bäume, nicht darunter laufen oder stehen bleiben, Strandwanderung nicht durch Hochwasser behindert
Gelb erhöhte Vorsicht, auch grüne Äste und Zweige können abbrechen und herunterfallen, die Wege versperren und das Weiterkommen behindern, Strandwanderungen können in einigen Bereichen durch einen erhöhten Wasserstand behindert werden
Rot extreme Vorsicht, auch große Bäume können abbrechen oder umstürzen, es besteht Lebensgefahr, Empfehlung: den Wald meiden und die Wanderung verschieben, Strandwanderung ist durch Hochwasser unmöglich
   
  Bitte beachten Sie, dass Sturm meist eine Wetterverschlechterung mit Niederschlägen mit sich bringt. Dies bedeutet glitschige und rutschige Treppen im Nationalpark. Bitte seien Sie vorsichtig.
Sturmschaden im Nationalpark, umgestürzte Buche
Sturmschaden im Nationalpark

Bei Sturm können Äste herabstürzen, ganze Bäume abbrechen oder entwurzeln. ACHTUNG! Es kommt dabei zu einer erheblichen Gefährdung der Nationalparkbesucher.
Nach dem Sturm können Wander-, Rad- und Reitwege blockiert sein. Bei Ost- und Nordostwinden ist am Strand ein höherer Wasserstand mit hohen Wellen möglich. Das Wandern am Strand ist dann unmöglich.

Fuchsbandwurmgefahr

Fuchsbandwurm
Fuchsbandwurm

Der Fuchs im Nationalpark ist Überträger des für den Menschen lebensgefährlichen Fuchsbandwurms. Wichtig ist, dass Sie niemals Wildtiere anfassen. Durch den Kot der Füchse können auch Beeren, Früchte, Pilze usw. infektiös sein. Bitte vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Tieren und bodennahen Pflanzen.