Claudia Reese
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Nahezu geschlossene Waldbedeckung und hohe Reliefenergie sind die bestimmenden Rahmenbedingungen für die Differenzierung in Abfluss und Verdunstung. Das von der Vegetation nicht verbrauchte Niederschlagswasser fließt entweder in Bächen zur Ostsee bzw. zum Großen Jasmunder Bodden ab oder sammelt sich in abflusslosen Senken und versickert hier.
Besonders markant sind der kurze, gefällestarke Verlauf der Bäche, das dichte Mosaik zahlreicher Quellen im Bereich der Steilküste sowie der Herthasee. Die natürlichen Quellbereiche der Bäche sind vorwiegend als Sumpfquellen ausgebildet. Fließquellen und Sickerquellen treten nur in seltenen Fällen auf. Besonders markant sind die Quellmoore in den Hangmulden der Steilküste.
Die Bäche bilden im Oberlauf flache Täler aus, welche in flach geneigten Mulden oder Senken mit Überlauf ihren natürlichen Ursprung haben. Im weiteren Verlauf bilden die Bäche der Küstenrandzone mehr oder minder tiefe Kerbtäler aus. An der Mündung in die Ostsee schließlich haben sie nicht selten 20 bis 30 m tiefe Schluchten herausgeformt. Einige Bäche münden mit Wasserfall in das Meer. Mit dem Herthasee und dem Smillenzsee hat der Nationalpark zwei ständig mit Wasser gefüllte Stillgewässer.
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