Teile des
Buchenwaldes im Nationalpark Jasmund sind, gemeinsam mit vier weiteren deutschen Schutzgebieten, am 25. Juni 2011 in die UNESCO Weltnaturerbe-Liste aufgenommen worden. Sie ergänzen die Urwälder der Karpaten und tragen den Titel "Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland".
Die UNESCO Welterbekonvention ist eines der bedeutendsten internationalen Schutzabkommen. Nur herausragende und einmalige Kultur- und Naturschätze der Erde erhalten den begehrten Status und dürfen sich „Welterbe“ nennen. Die bekanntesten Stätten sind unter anderem der nordamerikanische Yellowstone Nationalpark oder die Serengeti in Tansania.
Der Buchenwald des
Nationalparks Jasmund ist weltweit einzigartig. Er ist das größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet an der gesamten deutschen Ostseeküste und ein Relikt aus uralten Zeiten, als diese Wälder in Europa noch vorherrschend waren. Ohne menschliche Beeinflussung würden sie zwei Drittel der deutschen Landfläche bedecken. Das Besondere an der Buche ist, dass sie die meisten anderen Baumarten verdrängt und so eine reine Waldform erschafft. Trotzdem lässt sie eine ungewöhnlich hohe
Artenvielfalt zu. Buchenwälder bieten Lebensräume für annähernd 10.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.
Durch Rodungen und andere
menschliche Einflüsse sind Buchenwälder bis auf ein paar Reste von Europas Oberfläche verschwunden. Der Nationalpark Jasmund beherbergt somit eine der letzten europäischen Landschaften, die ein Bild von einem ursprünglichen und unberührten Buchenurwald vermitteln können.
Ein gemeinnütziges Projekt des WWF, der Stadt Sassnitz und des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Unterstützt und gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz