Nachricht des Tages: Den Steinen auf der Spur
Zahlreich erschienen die Besucher gestern, am 20.08.2008, an unserem STEIN REICH gedeckten Tisch im Außengelände.
Die Besucher konnten sich über die Gesteine, die sie am Ostseestrand finden können, genauer informieren und testen, ob sie diesen Gesteinen auch den richtigen Namen zuordnen können.
Groß und Klein scharte sich bei herrlichem Sonnenschein um die Tische unter den Sonnensegeln, denn zu entdecken gab es viel: Die Kinder erfreuten sich am Magnetit – einem magnetischen Sand, der auch hier am Strand dem normalen Quarz- und Korallensand natürlich beigemischt ist. Außerdem erfuhren die etwa 400 Interessierten, warum man mit zwei Feuersteinen nicht Feuer machen kann.
Mit Mikroskopen und Lupen konnte man sich Fossilienreste ganz genau anschauen und auch mit bloßem Auge Versteinerungen von Muscheln und Seeigeln bewundern. Neben dem Klappern des Klappersteins, einem Feuerstein mit Hohlraum worin sich ein fossiler Kieselschwamm befindet, hörte man etliche „Ahs“ und „Ohs“ bei der Erkenntnis, dass der Donnerkeil von einem kreidezeitlichen Vorfahren des Tintenfischs stammt. Zudem waren viele davon fasziniert, dass man hier zum Beispiel einen Gneis finden kann, der tief in der Erde durch Druck und Temperatur geformt wurde, vor vielen Millionen Jahren an die Erdoberfläche gehoben wurde und mit dem Gletscher aus Skandinavien vor die Küste Rügens gebracht wurde.
Ein optisches Highlight war ein so genannter „Sassnitzer Blumentopf“, ein etwa 50kg schwerer Feuerstein mit armbreitem und – tiefem Loch, also ein Hühnergott, der von den Rügener Bewohnern auch gerne als Blumentopf genutzt wird.
Der erste Tag dieser neuen Reihe war ein voller Erfolg und fand sehr viel Anklang bei den Besuchern, so dass das „STEIN REICH“ im Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL nun öfter durchgeführt wird.
Täglich bietet das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL zusätzliche Angebote im Außengelände.