Nachricht des Tages: Kreide zum Anfassen
Geschichte wird lebendig
Der Kreideabbau ist untrennbar mit dem Nationalpark Jasmund verbunden. Seit 200 Jahren wird auf Rügen Kreide abgebaut. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden viele der kleinen Tagebaue auf der Insel und im heutigen Nationalpark-Gebiet unrentabel und stillgelegt. Die Zeit des Kreideabbaus hat jedoch ihre Spuren im Nationalpark hinterlassen. Mit den Kreideregalen – angelehnt an die Trockenregale der Kreidewerke – möchte das Nationalpark-Zentrum den Gästen nun diesen Teil der Geschichte Jasmunds näher bringen.
Wo Handwerk und Naturschutz sich treffen
Gebaut wurden die Kreideregale von einer regionalen Zimmerei, der RÜGEN-ZIMMEREI, die noch traditionelles Zimmermannshandwerk pflegt. Verwendet wurden für den Bau der Kreideregale reine Naturstoffe. Die Kreide selbst stammt aus dem Kreidewerk in Klementelvitz. Dieses Kreidewerk liegt auf der Halbinsel Jasmund, befindet sich jedoch außerhalb des Schutzgebietes des Nationalpark Jasmunds.
Faszination Kreide
„Unsere Gäste möchten die Kreide hautnah erleben. Das wird im Nationalpark-Zentrum leicht gemacht. Natürlich ohne die Natur zu stören“, erklärt Ulf Steiner, Geschäftsführer des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL, „die Idee zu den Kreideregalen hatte ein begeisterter Gast. Die Kreide kommt aus dem Tagebau des Kreidewerkes. So können wir die Wünsche unserer Gäste erfüllen und gleichzeitig die Kreideküste schonen.“
Das Kreidekliff erhalten
Das Bedürfnis der Besucher, die Kreide anfassen zu können, ist groß. Das Nationalpark-Zentrum will dieses Erlebnis für die Besucher ungefährlich gestalten und das natürliche Kreidekliff erhalten. Dies ist nun ab dem 16.06.2008 durch das Kreideregal im Außengelände des Zentrums möglich. Zusätzlich zum Kreideerlebnis werden dann Veranstaltungen zum Thema Naturstoffkreide, Kreideabbau und Entdeckungen in der Kreide angeboten.