Nachricht des Tages: Mosaikjungfern auf dem Gelände des Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL
Zurzeit sind einige Libellen auf dem Gelände des Nationalpark-Zentrums zu beobachten. Sie ziehen ihre Kreise über den Wiesen und sind auf der Jagd nach Insekten. Die teils wunderschön gefärbten Akrobaten der Lüfte sind im Nationalpark Jasmund mit 29 Arten vertreten, von denen 9 auf der Roten Liste stehen. Die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea), eine der häufigeren Arten, kann eine Flügelspannweite von bis zu 11 cm erreichen und zählt damit zu den eindrucksvollsten Insekten des Nationalparks. Leider wirken diese oft wenig scheuen Tiere, durch ihre Größe und ihren schnellen Flug auf viele Menschen bedrohlich, weshalb ihnen im Volksmund Namen wie „Teufelsnadel“ oder „Augenstecher“ zugedichtet wurden. Die Angst vor den Libellen ist jedoch völlig unbegründet, da sie entgegen der weit verbreiteten Behauptung nicht stechen können. Einige Vorfahren der heute lebenden Libellen waren bereits in der Kreidezeit vertreten, haben also eine ähnlich lange Geschichte zu erzählen wie die Kreideküste von Rügen.