Walrätsel gelöst
Wie seit heute verlautbart, konnte die Artbestimmung erfolgreich abgeschlossen werden. Hierbei wurden in einem aufwendigen gentechnischen Verfahren entnommene Proben untersucht und Klarheit geschaffen – Die Knochen stammen vom zweitgrößten Meeressäuger, dem Finnwal.
Die Finnwale haben einen natürlichen Feind, den Schwertwal. Sein schlimmster Feind aber ist der Mensch! Finnwale sind die am zweitmeisten gefangenen Wale - nach den vom Aussterben bedrohten Blauwalen. Obwohl der Finnwal selten geworden ist, wird er weiterhin vom Menschen gejagt. Der gesamte Bestand auf der Welt wird auf rd. 80.000 Tiere geschätzt.
Beim Blick auf das Verbreitungsgebiet der Art stellt man fest, daß der Finnwal zwar weltweit zuhause ist, aber nicht im östlichen Mittelmeer, dem Roten Meer, dem Persischen Golf … und nicht in der Ostsee.
Wie kommen Finnwal-Knochen in die Ostsee?
Vermutlich ist das Tier auf seiner angestammten Wanderroute zwischen Polarmeer und Äquator beim "Stromern" nach Kleinfischen und Krebsschwärmen vom Weg abgekommen und über das Kattegat in die Ostsee geschwommen.
Laut Expertenmeinung verenden die Tiere letztendlich nicht an Hunger (in der Ostsee finden Wale gute Nahrungsbedingungen vor), sondern an Stress, weil sie den Rückweg über das Kattegat in die Nordsee nicht mehr finden.
In der Ostsee sind übrigens Schweinswale beheimatet. Sie werden bis zu zwei Meter lang. Sie springen nicht aus dem Wasser, sondern tauchen nur kurz auf.